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buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

Berlin

09.05.2012: Aprilscherze werden wahr. Manchmal. Zum Teil.

Mal ehrlich: Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr damit gerechnet. Daß mein Beitrag über den Einsturz des Terminalgebäudes des neuen Berliner Flughafens ein Aprilscherz war, hat der einzige Kommentator Daniel natürlich völlig richtig erkannt. Doch nun werden Teile davon wahr.

Zu den Fakten. Nicht einmal vier Wochen vor der geplanten Eröffnung wird den Verantwortlichen klar, daß sie noch nicht soweit sind, und die Eröffnung wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Es gibt nicht einmal einen neuen Termin, nur ein wolkiges „nach den Sommerferien“. Wie viel Vorlaufzeit wird notwendig sein? Das Ende der Sommerferien ist knapp drei Monate entfernt; das wird sicher nicht reichen. Ich glaube nicht an einen neuen Termin im August; ehrlich gesagt wäre es sicher eine gute Idee, frühestens Anfang Juni 2013 anzusteuern.

Wenn das überhaupt realistisch ist. Bisher weiß man ja nicht wirklich, was (und wie ernst) das Problem wirklich ist. Vielleicht muß ja das halbe Terminal neu errichtet werden?

Ich freue mich jedenfalls auf noch einige Starts und Landungen in TXL.

01.04.2012: Terminal des neuen Berliner Großflughafens eingestürzt

Knapp zwei Monate vor der geplanten Eröffnung ist das Terminal des neuen Großflughafens in Schönefeld bei Berlin in den frühen Morgenstunden des Sonntags eingestürzt. Eine zentrale Stütze des unter dem Terminal befindlichen unterirdischen Bahnhofs gab nach, und große Teile des Gebäudes stürzten in den durch das Einbrechen der Bahnhofsdecke entstandenen Krater. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, da sich die im Gebäude Dienst tuenden Wachleute gerade in einem anderen Gebäudeteil befanden.

Experten standen anfangs vor einem Rätsel, wie es zu dem Unglück kommen konnte; jedoch konnte inzwischen festgestellt werden, daß auf Betreiben der Deutschen Bahn die ursprünglich vorgesehene Betonsorte durch eine billigere, theoretisch gleichwertige, Sorte ersetzt wurde, um im Vorfeld des einstmals geplanten Börsengangs der Deutschen Bahn Baukosten zu sparen. Offenbar war die Belastbarkeit jedoch nicht so hoch wie angenommen.

Der Neuaufbau des gesamten Komplexes wird mehrere Jahre dauern. Währenddessen bleiben die bisherigen Flughäfen Berlin-Tegel und Schönefeld weiter in Betrieb, da deren Schließung rechtlich an die Eröffnung des Großflughafens gekoppelt ist.

Fast überall in Berlin gab es spontane Freudenkundgebungen. Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Menschen ausgelassen auf den Straßen, daß die Schließung von Berlin-Tegel zumindest für einige Jahre abgewendet werden konnte. Nur am Kurt-Schumacher-Platz in Berlin-Reinickendorf herrschte eine leicht gedrückte Stimmung.

18.09.2011: Acht komma neun. Klarmachen zum Ändern! Arrrrrrr.

Leute, wie geil ist das denn bitte? Gut, das Vorläufige Endergebnis ist noch nicht draußen, aber die letzten Zahlen sehen die Piraten bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bei etwa neun Prozent. Neun Prozent! Beim ersten Mal! Das ist absolut unfaßbar. Kein Wunder, daß die Grünen die Hosen gestrichen voll haben – das ist das erste Mal, daß eine andere Partei ihnen die progressiv denkenden tendenziell linken jungen Wähler abnimmt, die absolute Stammklientel der Grünen. Also bisher jedenfalls. Diese knapp neun Prozent, wird sich mancher Grüne denken, hätten unsere neun Prozent sein sollen. Waren sie aber nicht.

Bei der Landeswahlleiterin gibt es die aktuellen Zahlen. Und auch wenn, während ich diesen Artikel schreibe, noch nicht überall alle Stimmen ausgezählt sind, so werden sich die Zahlen wohl nicht mehr so sehr ändern, und die Piraten sind in jedem einzelnen Bezirk komfortabel über fünf Prozent. 6,5 % in Steglitz-Tempelhof sind das schlechteste Ergebnis. Das beste haben die Piraten in Friedrichshain-Kreuzberg eingefahren, bei allen ausgezählten Stimmen liegen sie mit 14,7 % auf Platz drei hinter Grünen und SPD noch vor der Linken.

Ganz schlimm hat es ja die FDP erwischt: weniger als zwei Prozent sind ihnen geblieben, weniger als ein Viertel ihres letzten Ergebnisses. Das beste Bezirksergebnis sind drei Prozent glatt in Charlottenburg-Wilmersdorf (ebenfalls komplett ausgezählt), das schlechteste ist unter einem Prozent in Lichtenberg. Diese Partei braucht hier echt niemand mehr.

Rot-grün wird es werden, das ist es auch, was die Stadt als Ganzes will. Die Linke ist raus; ich bin noch nicht sicher, ob ich das gut finden soll. Ich habe wie wohl jeder Westberliner so meine Berührungsängste, muß aber zugeben, daß – von gravierenden Differenzen in einzelnen Punkten abgesehen – die rot-rote Landesregierung einen unter den gegebenen schwierigen Umständen akzeptablen Job gemacht hat.

Das muß Rot-grün erst mal hinkriegen. Ich wünsche ihnen dabei viel Erfolg.

Arrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

04.06.2010: Sommer!

Nur einen Moment möchte ich jetzt mal auf etwas Schönes hinweisen: Es ist Sommer geworden, von einem Tag auf den anderen!

Schwankte das Wetter bis Mittwoch – also vorgestern – noch zwischen „beschissen“ und „so lala“, brach gestern völlig überraschend der Sommer aus. Und nun sitze ich hier um zehn vor neun auf unserem Nordbalkon und werde seitlich von der Abendsonne beschienen, das Licht zum Teil durch die Blätter der Linde vor dem Haus in ein sommerliches Grün getaucht.

Wie geil. Endlich.

26.04.2009: Danke, Berlin!

Damit hätte selbst ich nicht gerechnet. Berlin hat den Vorstoß der Reaktion nicht nur kraft des verpaßten Quorums abgelehnt, sondern tatsächlich aktiv mit NEIN gestimmt.

In Berlin werden also auch weiterhin alle Schüler ab Jahrgangsstufe 7 einen staatlich kontrollierten Ethikunterricht genießen dürfen und die kirchliche Indoktrination bestenfalls zusätzlich erdulden müssen.

Supergeil.

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