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	<description>das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt</description>
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		<title>2012</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 22:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wünsche Euch allen ein schönes und erfolgreiches Jahr 2012. Überall lese ich, wie scheiße doch das Jahr 2011 war. Für mich ganz persönlich war es das eigentlich gar nicht, eher im Gegenteil. 2011 lief für mich auf allen Ebenen recht gut. (Okay, ich schaue nicht dauernd, was meine Investmentfonds so machen.) So oder so, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wünsche Euch allen ein schönes und erfolgreiches Jahr 2012.</p>
<p>Überall lese ich, wie scheiße doch das Jahr 2011 war. Für mich ganz persönlich war es das eigentlich gar nicht, eher im Gegenteil. 2011 lief für mich auf allen Ebenen recht gut. (Okay, ich schaue nicht dauernd, was meine Investmentfonds so machen.)</p>
<p>So oder so, das neue Jahr kann immer noch Besseres bringen, und das wünsche ich Euch allen.</p>
<p>Prosit Neujahr!</p>
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		<title>Acht komma neun. Klarmachen zum Ändern! Arrrrrrr.</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 21:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Leute, wie geil ist das denn bitte? Gut, das Vorläufige Endergebnis ist noch nicht draußen, aber die letzten Zahlen sehen die Piraten bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bei etwa neun Prozent. Neun Prozent! Beim ersten Mal! Das ist absolut unfaßbar. Kein Wunder, daß die Grünen die Hosen gestrichen voll haben &#8211; das ist das erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, wie geil ist das denn bitte? Gut, das Vorläufige Endergebnis ist noch nicht draußen, aber die letzten Zahlen sehen die Piraten bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin bei etwa neun Prozent. Neun Prozent! Beim ersten Mal! Das ist absolut unfaßbar. Kein Wunder, daß die Grünen die Hosen gestrichen voll haben &ndash; das ist das erste Mal, daß eine andere Partei ihnen die progressiv denkenden tendenziell linken jungen Wähler abnimmt, die absolute Stammklientel der Grünen. Also bisher jedenfalls. Diese knapp neun Prozent, wird sich mancher Grüne denken, hätten unsere neun Prozent sein sollen. Waren sie aber nicht.</p>
<p>Bei <a href="http://www.wahlen-berlin.de/">der Landeswahlleiterin</a> gibt es die aktuellen Zahlen. Und auch wenn, während ich diesen Artikel schreibe, noch nicht überall alle Stimmen ausgezählt sind, so werden sich die Zahlen wohl nicht mehr so sehr ändern, und die Piraten sind in jedem einzelnen Bezirk komfortabel über fünf Prozent. 6,5&nbsp;% in Steglitz-Tempelhof sind das schlechteste Ergebnis. Das beste haben die Piraten in Friedrichshain-Kreuzberg eingefahren, bei allen ausgezählten Stimmen liegen sie mit 14,7&nbsp;% auf Platz drei hinter Grünen und <abbr title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</abbr> noch vor der Linken.</p>
<p>Ganz schlimm hat es ja die <abbr title="Freie Demokratische Partei">FDP</abbr> erwischt: weniger als zwei Prozent sind ihnen geblieben, weniger als ein Viertel ihres letzten Ergebnisses. Das beste Bezirksergebnis sind drei Prozent glatt in Charlottenburg-Wilmersdorf (ebenfalls komplett ausgezählt), das schlechteste ist unter einem Prozent in Lichtenberg. Diese Partei braucht hier echt niemand mehr.</p>
<p>Rot-grün wird es werden, das ist es auch, was die Stadt als Ganzes will. Die Linke ist raus; ich bin noch nicht sicher, ob ich das gut finden soll. Ich habe wie wohl jeder Westberliner so meine Berührungsängste, muß aber zugeben, daß &ndash; von <a href="http://buntklicker.de/archives/368">gravierenden Differenzen in einzelnen Punkten</a> abgesehen &ndash; die rot-rote Landesregierung einen unter den gegebenen schwierigen Umständen akzeptablen Job gemacht hat.</p>
<p>Das muß Rot-grün erst mal hinkriegen. Ich wünsche ihnen dabei viel Erfolg.</p>
<p>Arrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.</p>
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		<title>Apple gehen die Ideen aus.</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 21:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nerviges]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon traurig. Nein, ich meine nicht die Tatsache, daß Steve Jobs als Chef von Apple zurückgetreten ist, obwohl ich ihm ganz persönlich natürlich wünsche, daß er noch lange bei guter oder wenigstens akzeptabler Gesundheit sein möge; ich meine, daß die Firma mit dem vergifteten Apfel als Logo offensichtlich komplett verzweifelt ist und deswegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon traurig. Nein, ich meine nicht die Tatsache, daß <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Jobs" lang="en" xml:lang="en">Steve Jobs</a> als Chef von <span lang="en" xml:lang="en">Apple</span> zurückgetreten ist, obwohl ich ihm ganz persönlich natürlich wünsche, daß er noch lange bei guter oder wenigstens akzeptabler Gesundheit sein möge; ich meine, daß die Firma mit dem vergifteten Apfel als Logo offensichtlich komplett verzweifelt ist und deswegen versucht, mit Anwälten statt mit Ingenieuren irgend etwas zu reißen.</p>
<p>Nehmen wir den Fall des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samsung_Galaxy_Tab_10.1" lang="en" xml:lang="en">Samsung Galaxy Tab 10.1</a>. Ich besitze ein solches Gerät, und ich habe schon das eine oder andere <span lang="en" xml:lang="en">iPad</span> gesehen. Ich kann Euch sagen: Die äußerlichen Ähnlichkeiten halten sich stark in Grenzen.</p>
<p>Das Samsung-Gerät ist eindeutig als Querformat-Gerät mit 1280 mal 800 Pixel positioniert, während das <span lang="en" xml:lang="en">iPad</span> 2 bei einer 4:3-Auflösung von 1024 mal 768 Pixel klar abstinkt und sich nicht entscheiden kann; das Gerät selbst mit Logo und Positionierung der Bedienelemente deutet auf Hochkant hin, aber das von Apple angebotene <span lang="en" xml:lang="en">Smart Cover</span> suggeriert Querformat. Natürlich haben beide Geräte eine Vorderseite aus Glas; das ist bei dieser Geräteklasse zu erwarten. Während das <span lang="en" xml:lang="en">iPad</span> den Einschaltknopf auf der Vorderseite (auf der kurzen Seite) positioniert, hat das Samsung-Gerät diesen am Rand; das Samsung hat anständige Stereo-Lautsprecher, das <span lang="en" xml:lang="en">iPad</span> nur eine Mono-Quäke.</p>
<p>Der Trend setzt sich fort. Währen die Apfeljünger vor über einem Jahr ein <a href="http://buntklicker.de/archives/641">ziemlich verkorkstes Mobiltelephon</a> auf den Markt gebracht haben und es seitdem kein besseres Angebot gibt, hat <span lang="en" xml:lang="en">Google</span> respektive Samsung das Nexus&nbsp;S auf den Markt gebracht, neben dem ein <span lang="en" xml:lang="en">iPhone</span> 4 aussieht wie ein vom Block gesägtes Frühstücksbrettchen.</p>
<p>Wenn man dazu noch bedenkt, daß  nach allem, was wir wissen, <span lang="en" xml:lang="en">Apple</span> <a href="http://semiaccurate.com/2011/08/15/did-apple-photoshop-into-an-injunction-against-samsung/">manipulierte Bilder</a> als &bdquo;Beweis&ldquo; verwendet hat, sollte man ihnen einfach wegen betrügerischer Geltendmachung von nichtexistenten Ansprüchen mindestens die in Frage stehenden, wenn nicht gleich alle existierenden, Schutzrechte aberkennen. Die Welt braucht keinen weiteren Patenttroll.</p>
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		<title>natürlich Freispruch</title>
		<link>http://buntklicker.de/archives/761</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 20:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gutes]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorweg: Ich habe den Prozeß gegen Jörg Kachelmann nur beiläufig in der Presse verfolgt. Und mein Verständnis von Ehrlichkeit in einer Beziehung ist nicht damit vereinbar, mehrere davon gleichzeitig zu führen und die Partnerinnen darüber im Unklaren zu lassen. Und dennoch: Es ist mir unklar, warum manche Menschen mit dem Freispruch für Jörg Kachelmann unzufrieden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorweg: Ich habe den Prozeß gegen Jörg Kachelmann nur beiläufig in der Presse verfolgt. Und mein Verständnis von Ehrlichkeit in einer Beziehung ist nicht damit vereinbar, mehrere davon gleichzeitig zu führen und die Partnerinnen darüber im Unklaren zu lassen.</p>
<p>Und dennoch: Es ist mir unklar, warum <a href="http://holyfruitsalad.blogspot.com/2011/06/kachelmann.html">manche Menschen mit dem Freispruch für Jörg Kachelmann unzufrieden sind</a>. Nach allem, was man weiß, haben die beiden einzigen Menschen, die wissen, was wirklich geschah &ndash; der Angeklagte und die Nebenklägerin &ndash;, beide vor Gericht nicht gerade einen besonders überzeugenden Eindruck gemacht. Es bleiben Zweifel. Die Vergewaltigung ist ihm somit nicht nachzuweisen. Sonstiges &bdquo;Fehlverhalten&ldquo; ist ja offenbar unstreitig, aber nicht strafbar. Da bleibt nur eins: Freispruch.</p>
<p>Das bedeutet natürlich auch, daß es in Vergewaltigungsfällen, wo Sachbeweise fehlen, in vielen Fällen keine Verurteilung möglich sein wird, wenn es am Ende auf Aussage gegen Aussage hinausläuft. Das mag unbefriedigend sein, aber so ist es nun einmal: Im Zweifel für den Angeklagten. Das ist ein wichtiges rechtstaatliches Prinzip.</p>
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		<title>fünfeinhalb zu drei</title>
		<link>http://buntklicker.de/archives/754</link>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 21:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[zum Nachdenken]]></category>

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		<description><![CDATA[Der geständige Wettbetrüger Ante Šapina wurde zu weiteren fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. (Nachdem er ja vorher bereits aus ähnlichen Gründen zu knapp drei Jahren Haft verurteilt worden war.) Was hat er angestellt? Er hat Fußballspiele manipuliert, in dem er Spieler dafür bezahlt hat, zu verlieren, und beachtliche Summen auf den Ausgang dieser Spiele gesetzt. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der geständige Wettbetrüger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ante_%C5%A0apina">Ante Šapina</a> wurde <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/sport/Fuenfeinhalb-Jahre-Haft-fuer-Wettbetrueger-Ante-Sapina-id15146006.html">zu weiteren fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt</a>. (Nachdem er ja vorher bereits aus ähnlichen Gründen zu knapp drei Jahren Haft verurteilt worden war.)</p>
<p>Was hat er angestellt? Er hat Fußballspiele manipuliert, in dem er Spieler dafür bezahlt hat, zu verlieren, und beachtliche Summen auf den Ausgang dieser Spiele gesetzt. Wer wurde geschädigt? Also zuerst einmal Menschen, die Geld &ndash; hoffentlich welches, das zu verlieren sie sich leisten können &ndash; auf ehrliche Fußballspiele setzen, in der Hoffnung, zu gewinnen; und natürlich auch die Zuschauer und die sonstigen Beteiligten, deren Hoffnung auf ehrlichen Sport enttäuscht wurden.</p>
<p>Das ist definitiv nicht nett.</p>
<p>Ebenfalls vor kurzem wurde ein 57jähriger Mann aus Heiligenstadt <a href="http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Heiligenstaedter-wegen-Kindesmissbrauch-zu-drei-Jahren-Haft-verurteilt-1387950934">wegen sexuellen Mißbrauchs von Kindern in acht Fällen verurteilt</a>. Der Richter wies darauf hin, daß die Opfer noch lange Zeit unter den Folgen der Handlungen des Verurteilten zu leiden und auf psychiatrische Hilfe angewiesen werden sein werden. Drei Jahre gab es dafür.</p>
<p>Fünfeinhalb zu drei. Darf ich das merkwürdig finden?</p>
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		<title>tanzen verboten</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 21:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Oh Mann, in was für einem Land lebe ich eigentlich? In Deutschland sind nicht einmal mehr zwei Drittel der Menschen in einer christlichen Kirche organisiert, und immer noch zwingen uns die Pfaffen ein Tanzverbot auf. Immerhin ist Berlin offenbar das freieste Bundesland in Deutschland &#8211; das Tanzverbot gilt nur am Karfreitag, und nicht einmal den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oh Mann, in was für einem Land lebe ich eigentlich?</p>
<p>In Deutschland sind nicht einmal mehr zwei Drittel der Menschen in einer christlichen Kirche organisiert, und immer noch zwingen uns die Pfaffen ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tanzverbot#Stille_Tage">Tanzverbot</a> auf. Immerhin ist Berlin offenbar das freieste Bundesland in Deutschland &ndash; das Tanzverbot gilt nur am Karfreitag, und nicht einmal den ganzen Tag &ndash;, aber ich finde des trotzdem skandalös. Niemand muß tanzen, wenn ihm nicht danach ist, aber anderen Menschen seine muffige Frömmigkeit aufzuzwingen ist für mich komplett unakzeptabel.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>E10 und ich</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 23:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nerviges]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ja, jedenfalls zur Zeit, automäßig ein Wenigfahrer und konnte mich daher bisher vor der Frage &#8222;E10 tanken oder nicht?&#8220; drücken. Ich habe den Tank noch halb voll mit normalem Eurosuper aus der Zeit, bevor E10 hier erhältlich war. Meine Tendenz ist aber trotz des Mehrpreises (bei den Tankstellen hier in der Umgebung kosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja, jedenfalls zur Zeit, automäßig ein Wenigfahrer und konnte mich daher bisher vor der Frage &bdquo;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol-Kraftstoff#Benzin-Ethanol-Kraftstoff_E10">E10</a> tanken oder nicht?&ldquo; drücken. Ich habe den Tank noch halb voll mit normalem Eurosuper aus der Zeit, bevor E10 hier erhältlich war.</p>
<p>Meine Tendenz ist aber trotz des Mehrpreises (bei den Tankstellen hier in der Umgebung kosten jetzt Eurosuper und Super Plus mit fünf Cent pro Liter mehr als E10 gleich viel, wo vorher sechs Cent pro Liter Unterschied waren) eher, weiter konventionelles Eurosuper zu tanken. Und da bin ich offenbar <a href="http://www.wz-newsline.de/home/politik/inland/e10-debakel-niemand-will-es-gewesen-sein-1.594961">nicht alleine</a>. Die kollektive E10-Verweigerung wird ja aktuell zum Super-<abbr title="größten anzunehmenden Unfall">GAU</abbr> hochstilisiert, und alle zeigen mit dem Finger auf irgendwen als Schuldigen, nur nie auf sich selbst.</p>
<p>Ich will Euch mal was sagen: Versäumnisse bei Information und Marketing? Uninformierte und beratungsresistente Autofahrer? Alles Quatsch. Jedenfalls in meinem Fall.</p>
<p>Es ist ja nicht so, daß ich mich nicht informiert hätte, ob <a href="http://ibert.com/martin/cars/b-ib2103.html">mein Auto</a> für E10 freigegeben ist. Ist es. Der Hersteller (<span lang="fr" xml:lang="fr">Renault</span>) hat eine <a href="http://www.renault.de/service-privatkunden/mobilitat/e10/">durchaus informative Seite</a> zu dem Thema veröffentlicht. Diese Seite sagt mir, daß das Tanken von E10-Kraftstoff bei ungeeigneten Fahrzeugen schwere Motorschäden verursachen kann, mein Fahrzeug das aber verträgt und somit keine Schäden zu befürchten sind.</p>
<p>So weit, so gut. Offenbar ist das Zeug generell ziemlich gefährlich, wenn auch angeblich nicht für mein Auto. Und was hilft mir die Information, daß mein Fahrzeug E10 verträgt, wenn es doch Schaden nehmen sollte? Die Herstellerwebsite hat einen schicken Haftungsausschluß in ihren <a href="http://www.renault.de/rechtliche-hinweise/">rechtlichen Hinweisen</a>. So sicher sind sie sich also selbst nicht. Es könnte zu nicht eindeutig zuordenbaren Motorproblemen kommen, selbst wenn ich jemanden finden sollte, der mir die Verträglichkeit mit allen Folgen garantiert, so daß ich doch wieder im Regen stehe.</p>
<p>Seit wir unser derzeitiges Auto haben, habe ich hochgerechnet ziemlich genau 400 Liter Eurosuper pro Jahr getankt. Die Mehrkosten, weiterhin Eurosuper statt E10 zu tanken, liegen also nach jetzigem Stand bei satten 20 Euro pro Jahr. Das ist dafür, daß ich kein Risiko durch bisher unerkannte Effekte durch E10 eingehe, ein fairer Preis.</p>
<p>Dann tanke ich doch lieber, umfänglich informiert, weiter normales Eurosuper statt E10. Und während die Politik weiter nach den Gründen forscht, wißt Ihr jetzt sogar, warum.</p>
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		<item>
		<title>Oh Herr, laß Gras wachsen!</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 11:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wird sich unser Verteidigungsminister zu Guttenberg wohl genauso denken wie sein Doktorvater. Wer angesichts der vielen, vielen Doctores, die einem so, zum Beispiel als Gesprächspartner bei Kunden, über den Weg laufen, glaubt, jeder einzelne von ihnen hätte einen eigenständigen bedeutsamen Beitrag zu Wissenschaft und Forschung geleistet, der glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das wird sich unser Verteidigungsminister zu Guttenberg wohl genauso denken wie sein Doktorvater.</p>
<p>Wer angesichts der vielen, vielen Doctores, die einem so, zum Beispiel als Gesprächspartner bei Kunden, über den Weg laufen, glaubt, jeder einzelne von ihnen hätte einen eigenständigen bedeutsamen Beitrag zu Wissenschaft und Forschung geleistet, der glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann. Ich vermute ganz stark, daß es gerade in den Massendoktorfächern wie Jura oder, schlimmer noch, Medizin, gang und gäbe ist, aus 99 Büchern ein hunderstes zu machen. Und so dachte ich zuerst, Guttenberg hätte einfach nur Pech gehabt, daß es bei ihm halt herausgekommen ist.</p>
<p>Doch so einfach ist es offenbar nicht. Es sieht so aus, als hätte Guttenberg nicht nur großzügig Zitate verwendet, in einigen Fällen ohne sie zu kennzeichnen; nein, <a href="http://www.hna.de/nachrichten/politik/politik-lokal/interview-medienforscher-stefan-weber-ueber-plagiatvorwuerfe-gegen-guttenberg-das-einfach-viel-1128219.html">auch Teile der Kernbereiche der Arbeit wie Einleitung oder Schlußfolgerungen sind offenbar fast wortwörtlich schon anderswo erschienen</a> (um es mal vorsichtig auszudrücken). Und eine <span lang="en" xml:lang="en">Crowdsourcing</span>-Initiative gibt es auch schon: das <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Guttenplag-Wiki</a>.</p>
<p>Und was wird es alles nützen? Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, daß es gar nichts nützen wird. <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1297405358294">Zwei Wochen hat er nun Zeit</a>, auf die Vorwürfe zu reagieren. Böse Zungen werden sagen, er werde diese Zeit nutzen, um die Arbeit gründlich durchzulesen. Wer weiß, vielleicht kannte er das Ausmaß der Schlamperei ja wirklich nicht?</p>
<p>In dieser Zeit fließt viel Wasser den Roten Main hinunter. Und Gras kann wachsen. In ein paar Wochen schon redet niemand mehr darüber, und dann wird das Thema irgendwie leise und gesichtswahrend für alle Beteiligten gelöst werden.</p>
<p>Aber daß sich Guttenberg wie ein Ehrenmann verhält und seinen Doktortitel von sich aus zurückgibt? Das kann wohl ausgeschlossen werden.</p>
<p>Leider.</p>
<p><strong lang="en" xml:lang="en">Update</strong>: <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kommando-zurueck-guttenberg-will-doktortitel-zurueckgeben/60015461.html">Er verzichtet dauerhaft auf seinen Doktor</a> und bittet die Universität Bayreuth darum, ihn zurückzunehmen. Das hätte ich nicht erwartet, ich bin überrascht. Positiv! Andererseits ist das vermutlich das Klügste, was er in dieser Situation tun kann, um den Gesichtsverlust auf das unvermeidliche Maß zu reduzieren.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ach, Gesine!</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 12:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Was hat sich Gesine Lötzsch nur dabei gedacht? In einem Beitrag für die &#8222;Junge Welt&#8220; spricht sie von &#8222;Wegen zum Kommunismus&#8220;, überschreibt ihn sogar so. Und, welch Wunder, alle fallen über sie her &#8211; je weniger Durchblick, desto heftiger. Das hätte man kommen sehen können. Gerade als die Linke anfangen will (und muß), sich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was hat sich Gesine Lötzsch nur dabei gedacht? In einem <a href="http://www.jungewelt.de/2011/01-03/001.php">Beitrag für die &bdquo;Junge Welt&ldquo;</a> spricht sie von &bdquo;Wegen zum Kommunismus&ldquo;, überschreibt ihn sogar so. Und, welch Wunder, alle fallen über sie her &ndash; je weniger Durchblick, desto heftiger. Das hätte man kommen sehen können. Gerade als die Linke anfangen will (und muß), sich in Richtung Gestaltungsfähigkeit zu entwickeln, da uns in Deutschland ja langsam die nicht komplett untragbaren Parteien ausgehen, haut sie so ein Ding raus. Warum nur, warum?</p>
<p>Der Verlust an Glaubwürdigkeit für die ganze Partei dürfte enorm sein. Denn kaum hört der brave Bürger das K-Wort, hat er die völlig falschen Assoziationen. Da wird dann schon mal gegeifert, die Linke wolle zurück in die <abbr title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</abbr>. Doch das glaube ich nicht.</p>
<p>Leute, bedenkt doch bitte mal eins: Das, was in der Sowjetunion, der DDR und anderen Satellitenstaaten ablief, hatte mit Kommunismus ungefähr so viel zu tun wie das, was die derzeitige Bundesregierung macht, mit Regieren zum Wohl des Volkes. Die Regimes, die sich bisher &bdquo;kommunistisch&ldquo; geschimpft haben, waren doch in Wahrheit ausbeuterische Diktaturen, in denen sich eine herrschende Klasse zu Lasten des Volks bereichert und ihre Macht mit Gewalt und Unterdrückung erhalten haben. Was soll daran bitte kommunistisch sein? (Okay, der cubanischen Führung würde ich zugestehen, daß sie zumindest versucht, es richtig zu machen, aber klappen tut es ja auch da nicht.)</p>
<p>Wenn man sich die Mühe macht, den Artikel von Gesine Lötzsch ganz zu lesen, stellt man fest, daß sie das wohl auch so sieht:</p>
<blockquote><p>
Wenn Kommunismus das Gemeinschaftliche betont und der Liberalismus den einzelnen, dann wollte Rosa Luxemburg beides zugleich &ndash; [&hellip;] Eine Gesellschaft ohne Freiheit wäre für sie nur ein neues Gefängnis gewesen, so wie ihr eine Gesellschaft ohne Gleichheit immer nur eine Ausbeutergesellschaft war. Sie forderte die Herrschaft des Volkes über Wirtschaft und Gesellschaft genauso ein wie die Freiheit des Andersdenkenden. Sie war radikale demokratische Sozialistin und konsequente sozialistische Demokratin. Deswegen konnte der sowjetische Parteikommunismus sich am Ende genausowenig mit ihr versöhnen wie der bürgerliche Liberalismus.
</p></blockquote>
<p>Der Unterschied zwischen dem, was Rosa Luxemburg wollte, und dem sowjetischen Parteikommunismus ist ihr also durchaus klar.</p>
<p>Anderseits ist die Frage, ob unsere in immer zügelloseren Marktkapitalismus abgleitende Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung mit den aktuellen und künftigen Herausforderungen noch klarkommen wird, meiner Meinung nach absolut berechtigt. Ich habe durchaus auch meine Zweifel.</p>
<p>Das alles heißt aber nicht, daß man Frau Lötzsch ernsthaft vorwerfen kann, sie wolle die DDR zurück.</p>
<p>Andererseits glaube ich persönlich auch nicht, daß Kommunismus funktionieren kann; meiner Meinung nach sind wir Menschen dafür einfach nicht gemacht, uns selbstlos dem Gemeinwohl zu widmen, und werden immer Wege suchen, uns zu Lasten der anderen zu bereichern. Deswegen glaube ich, daß es nur so funktioniert, daß man den Menschen eine Möglichkeit gibt, für das eigene Wohl zu handeln und damit gleichzeitig, gewissermaßen als Nebenwirkung, das Gemeinwohl zu fördern. Nennt sich &bdquo;soziale Marktwirtschaft&ldquo; und hat jahrzehntelang in der alten Bundesrepublik recht gut funktioniert.</p>
<p>Hier noch eine Abschnitt von Lötzsch&#8217; Artikel, den ich sehr interessant finde:</p>
<blockquote><p>
Auf jeden Fall wird es nicht den einen Weg geben, sondern sehr viele unterschiedliche Wege, die zum Ziel führen. Viel zu lange stehen wir zusammen an Weggabelungen und streiten über den richtigen Weg, anstatt die verschiedensten Wege auszuprobieren. Zu lange laufen wir auf Wegen, obwohl wir ahnen oder gar wissen, daß sie nicht zum Ziel führen. Doch wir kehren nicht um, weil wir Angst vor denen haben, die immer noch diskutierend an der Weggabelung stehen und uns mit höhnischem Gelächter empfangen könnten.
</p></blockquote>
<p>Wie weise! Sehr viel weiser jedenfalls als mit dem K-Wort um sich zu werfen und damit eine Abscheureflex bei so ziemlich jedem auszulösen, außer vielleicht bei denen, die DDR tatsächlich wieder haben wollen.</p>
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		<title>Hilfe! Fluglärm in Kleinmachnow!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 14:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nerviges]]></category>

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		<description><![CDATA[Das traurig-komische Schmierentheater um die neuen Flugrouten am künftigen Großflughafen Schönefeld hat eine neue Wendung bekommen. Und mal wieder schaut man ungläubig auf das Berlin-Brandenburger Bonzengeschmeiß und ihre willfährigen Helfer. Jahrzehntelang hat kein Hahn danach gekräht, daß die Anwohner am Kurt-Schumacher-Platz &#8211; nicht gerade die wohlhabendste Wohngegend Berlins &#8211; in geringer Höhe überflogen werden. Auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das traurig-komische Schmierentheater um die neuen Flugrouten am künftigen Großflughafen Schönefeld hat eine neue Wendung bekommen. Und mal wieder schaut man ungläubig auf das Berlin-Brandenburger Bonzengeschmeiß und ihre willfährigen Helfer.</p>
<p>Jahrzehntelang hat kein Hahn danach gekräht, daß die Anwohner am Kurt-Schumacher-Platz &ndash; nicht gerade die wohlhabendste Wohngegend Berlins &ndash; in geringer Höhe überflogen werden. Auch ich habe fünf Jahre lang in Radeland gewohnt, <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=f%C3%BCrstenweg+11,+berlin&#038;sll=52.556994,13.195546&#038;sspn=0.010489,0.033023&#038;gl=de&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=F%C3%BCrstenweg+11,+Berlin+13589+Berlin&#038;ll=52.552872,13.250113&#038;spn=0.04175,0.132093&#038;t=h&#038;z=14">fast genau in westlicher Verlängerung der Start- und Landebahnen und etwa anderthalbmal von deren westlichem Ende entfernt wie sie lang sind</a>. Ich kenne das Phänomen &bdquo;Fluglärm&ldquo; also durchaus aus eigener Erfahrung. Das ist in sonst eine hübsche Gegend, aber immer noch nicht das bevorzugte Revier der Zielwählerschaft der Regierungsparteien.</p>
<p>Aber nun ist ja bekanntlich an die Öffentlichkeit gedrungen, was jahrelang (vielleicht absichtlich?) verschwiegen wurde: Um einen Großflughafen mit entsprechender Kapazität mit zwei parallelen Start- und Landebahnen zu betrieben, muß man zumindest zeitweise gleichzeitig auf beiden starten, und das wiederum macht es notwendig, nach dem Start abzuknicken, damit die beiden Flugzeuge baldmöglichst ausreichend Abstand zueinander haben. <a href="http://bbi-flugrouten.de/flugrouten.html">Und das bedeutet Fluglärm für Kleinmachnow und andere Kernwählergebiete.</a> Geräuschkulisse für Großverdiener! Scheiße. Und jetzt?</p>
<p>Verkehrsminister Ramsauer hat die Lösung: <a href="http://www.aero.de/news-11683/BBI2.html">keine Parallelstarts</a>. Das könne man der Grundbesitzergemeinde schließlich nicht zumuten. Damit hätte der neue Flughafen Schönefeld allerdings weniger Kapazität als Berlin-Tegel und der jetzige Schönefelder Flughafen zusammen. Drehkreuz ade. Aber was tut man nicht für seine Klientel.</p>
<p>Ein Gutes könnte die Posse allerdings haben &hellip; wenn in Schönefeld die Kapazitäten nicht reichen, könnte man ja einfach Berlin-Tegel offen halten, und alles wäre gut. Alle innerdeutschen Flüge von Berlin-Tegel, nur Ausland von Schönefeld. Das würde passen.</p>
<p>Dazu hätte man aber Schönefeld sicher auch viel viel billiger ausbauen können. Und am Kutschi bleibt es laut. Aber das hat ja noch nie jemanden interessiert.</p>
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