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buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

26.07.2007: verdrehte Darstellung

„Das Bundesverfassungsgericht hat einen mühsam errungenen Kompromiss wieder ausgehebelt“, schreibt die Berliner Zeitung in einer Einleitung zu einem Interview mit Bundesjustizministerin Zypries – ja, die mit dem Browser. Es geht um die Verschiedenbehandlung von Kindern verheirateter und unverheirateter Paare, wenn es um Unterhalt nach der Trennung der Eltern geht, die die Union unbedingt durchsetzen wollte und die nun wieder abgeschafft werden muß.

Das scheint mir reichlich verdreht dargestellt zu sein.

Müßte es nicht vielmehr heißen: „Das Bundesverfassungsgericht hat der Großen Koalition einen faulen Kompromiß um die Ohren gehauen, weil er grundgesetzwidrig ist“?

2 Antworten auf „verdrehte Darstellung“

  1. von Anne am 07.08.2007:

    Du hast völlig recht. Aber den Artikel hat wohl jemand geshrieben, der für den faulen Kompromiss ist oder nicht verstanden hat, worum es geht.

  2. von buntklicker.de » Herzlichen Glückwunsch, Grundgesetz! am 24.05.2009:

    […] Seitdem wurde es rund 60mal geändert, oft dabei vergewaltigt, wie 1956 bei der Wiedereinführung der Wehrpflicht. In letzer Zeit wird es von der Politik gerne ignoriert, und wenn das Bundesverfassungsgericht – ein absolutes Killerfeature unseres Grundgesetzes – seine Einhaltung einfordert, gibt es Kritik von der Exekutive. Seltsamerweise muß der verantwortliche Minister nicht zurücktreten und ist noch immer im Amt. Na ja, kommt ja öfter vor. […]

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