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buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

zum Nachdenken

09.08.2007: Ich hätte da einen Vorschlag für die Bahn.

Im Streit zwischen der Bahn und der GDL ist die Situation ja auch deswegen so verfahren, weil keine Seite jetzt einfach so nachgeben kann, wenn sie nicht das Gesicht verlieren will.

Die GDL begründet ihre exorbitanten Gehaltsforderungen ja (unter anderem) damit, dass sich der Vorstand der Bahn eine Gehaltserhöhung von satten 62% gegönnt hat. Wie wär’s, wenn der Bahnvorstand rückwirkend auf diese Erhöhung verzichtet, die GDL im Gegenzug ihre Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag aufgibt, sich den angebotenen 4,5% anschließt und dann über eine Höhergruppierung der Fahrpersonale verhandelt?

Fast allen wäre geholfen. Und ich bin sicher, daß auch der Bahnvorstand keinen Hunger leiden müßte.

26.07.2007: verdrehte Darstellung

„Das Bundesverfassungsgericht hat einen mühsam errungenen Kompromiss wieder ausgehebelt“, schreibt die Berliner Zeitung in einer Einleitung zu einem Interview mit Bundesjustizministerin Zypries – ja, die mit dem Browser. Es geht um die Verschiedenbehandlung von Kindern verheirateter und unverheirateter Paare, wenn es um Unterhalt nach der Trennung der Eltern geht, die die Union unbedingt durchsetzen wollte und die nun wieder abgeschafft werden muß.

Das scheint mir reichlich verdreht dargestellt zu sein.

Müßte es nicht vielmehr heißen: „Das Bundesverfassungsgericht hat der Großen Koalition einen faulen Kompromiß um die Ohren gehauen, weil er grundgesetzwidrig ist“?

26.01.2007: bei Lidl an der Kasse

Als ich eben bei Lidl an der Kasse stand, fiel mir auf, daß der Aufkleber auf der Kassenschublade erneuert worden ist. Auf dem Aufkleber ist abgebildet, daß an der Kasse nur maximal drei Kunden stehen dürfen: der, dessen Waren gerade kassiert werden, und zwei weitere, die warten. Mehr nicht.

Und warum liegen dann sechs Meindeins (Warentrennstäbe) in der Schiene neben dem Transportband? Man braucht doch maximal drei!

Seltsam.

01.07.2006: Telefonieren während der Fahrt

Das soll ja angeblich so gefährlich sein, wie betrunken zu fahren, sagt eine amerikanische Studie, und die Meldung taucht allerorten in Blogs und Tickern auf.

Daß es keine gute Idee ist, bei der Fahrt ein Telefon ans Ohr zu pressen, dürfte jedem einleuchten: Eine Hand ist dauerhaft gebunden. Das kann nicht gut sein. (Ähnliches gilt natürlich für das Rauchen bei der Fahrt, das meiner Meinung auch verboten sein sollte. Aber Rauchen sollte ja generell verboten sein …)

Ich frage mich nun aber, inwiefern mich ein Gespräch mit der Freisprechanlage mehr ablenken soll als ein Gespräch mit einem tatsächlich anwesenden Gesprächspartner in Form meines Beifahrers. Immerhin verleitet die Freisprechanlage – anders als der Beifahrer – nicht dazu, den Blick gelegentlich von der Straße zu nehmen.

Wird demnächst auch noch Reden während der Fahrt verboten? Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen! auch im PKW?

14.06.2006: Düsseldorf im Flaggenstreik

Ein auffallender Unterschied im Stadtbild ist dieser Tage zwischen Düsseldorf und Berlin zu bemerken.

Während Berlin in einem Flaggenmeer ertrinkt, sind in Düsseldorf kaum Flaggen zu sehen. Kaum fährt man über den Rhein nach Neuss, sieht das schon wieder anders aus. Aber in Düsseldorf: praktisch Fehlanzeige.

Woran liegt das? Sind die Düsseldorfer sauer, daß es keine WM-Spiele in ihrer Stadt gibt, wohl aber rundherum: in Dortmund, Gelsenkirchen und dann auch noch Köln? Oder ist ihnen die ganze Beflaggerei einfach nur zu blöd?

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