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buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

08.10.2012: Tiefkühlerdbeeren aus China im September

Irgendwas läuft hier gewaltig schief. Der Mist, den wir an Kinder verfüttern, wird uns irgendwann auf die Füße fallen. Und das nicht nur im Wortsinne, wenn sie an Brechdurchfall leiden …

09.05.2012: Aprilscherze werden wahr. Manchmal. Zum Teil.

Mal ehrlich: Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr damit gerechnet. Daß mein Beitrag über den Einsturz des Terminalgebäudes des neuen Berliner Flughafens ein Aprilscherz war, hat der einzige Kommentator Daniel natürlich völlig richtig erkannt. Doch nun werden Teile davon wahr.

Zu den Fakten. Nicht einmal vier Wochen vor der geplanten Eröffnung wird den Verantwortlichen klar, daß sie noch nicht soweit sind, und die Eröffnung wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Es gibt nicht einmal einen neuen Termin, nur ein wolkiges „nach den Sommerferien“. Wie viel Vorlaufzeit wird notwendig sein? Das Ende der Sommerferien ist knapp drei Monate entfernt; das wird sicher nicht reichen. Ich glaube nicht an einen neuen Termin im August; ehrlich gesagt wäre es sicher eine gute Idee, frühestens Anfang Juni 2013 anzusteuern.

Wenn das überhaupt realistisch ist. Bisher weiß man ja nicht wirklich, was (und wie ernst) das Problem wirklich ist. Vielleicht muß ja das halbe Terminal neu errichtet werden?

Ich freue mich jedenfalls auf noch einige Starts und Landungen in TXL.

25.04.2012: Herdprämie oder Säufergeld? Nun ist es raus.

Noch ist es nicht amtlich, aber es wird wohl so kommen: Das sogenannte Betreuungsgeld wird es wohl nicht für Familien geben, die von Arbeitslosengeld 2 leben (also jedenfalls nicht im Ergebnis). Damit zeigt die Maßnahme ihren wahren Zweck: Leuten Geld in den Hintern zu blasen, die es absolut nicht brauchen.

Versteht mich nicht falsch; ich finde es absolut richtig, finanziell bedürftigen Familien kein Betreuungsgeld zu zahlen, denn das würde einen katastrophalen Fehlanreiz setzen, Kinder aus der Sozialisierung zu nehmen, um ein paar Euro mehr auf die Hand zu bekommen. Aber so, wie es jetzt aussieht, wird das Betreuungsgeld vor allem Familien zugute kommen, die ihre Kinder ohnehin nicht in die staatliche Betreuung geben (was da so für Volk rumläuft, also bitte, mit denen soll mein Kind doch nicht spielen müssen) und auch heute schon in der Lage sind, ihr Kind zuhause zu betreuen.

Also mal wieder eine Umverteilung von unten nach oben. Großartig.

05.04.2012: Ja. Und?

Günter Grass hat ein kritisches Gedicht über Israel geschrieben, und alle flippen aus. Kann mir mal jemand erklären, warum?

Wer das Gedicht noch nicht gelesen hat, kann das bei der Süddeutschen nachholen, und sollte das auch ruhig tun.

Ich bin ja selber ein Nachkriegskind und zucke bei Kritik an Israel genauso instinktiv zusammen wie die meisten anderen Leute. Aber ich kann hier keine verurteilenswürdige Israelkritik erkennen.

Ein paar Sachen sind für mich völlig klar, und um Mißverständnisse zu vermeiden, zähle ich sie hier nochmal auf:

Ich verstehe den Wunsch Israels, durch Bereithaltung einer niemals erklärten nuklearen Verteidigungsmacht eventuelle potentielle Angreifer auf Distanz zu halten. Aber ein Erstschlag gegen den Iran, dessen Atomwaffenprogramm ungefähr so sicher bewiesen ist wie der Besitz von Massenvernichtungswaffen durch das Regime von Saddam Hussein, wäre absolut unverzeihlich. Und etwas Anderes hat Grass doch eigentlich auch nicht gesagt?

01.04.2012: Terminal des neuen Berliner Großflughafens eingestürzt

Knapp zwei Monate vor der geplanten Eröffnung ist das Terminal des neuen Großflughafens in Schönefeld bei Berlin in den frühen Morgenstunden des Sonntags eingestürzt. Eine zentrale Stütze des unter dem Terminal befindlichen unterirdischen Bahnhofs gab nach, und große Teile des Gebäudes stürzten in den durch das Einbrechen der Bahnhofsdecke entstandenen Krater. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, da sich die im Gebäude Dienst tuenden Wachleute gerade in einem anderen Gebäudeteil befanden.

Experten standen anfangs vor einem Rätsel, wie es zu dem Unglück kommen konnte; jedoch konnte inzwischen festgestellt werden, daß auf Betreiben der Deutschen Bahn die ursprünglich vorgesehene Betonsorte durch eine billigere, theoretisch gleichwertige, Sorte ersetzt wurde, um im Vorfeld des einstmals geplanten Börsengangs der Deutschen Bahn Baukosten zu sparen. Offenbar war die Belastbarkeit jedoch nicht so hoch wie angenommen.

Der Neuaufbau des gesamten Komplexes wird mehrere Jahre dauern. Währenddessen bleiben die bisherigen Flughäfen Berlin-Tegel und Schönefeld weiter in Betrieb, da deren Schließung rechtlich an die Eröffnung des Großflughafens gekoppelt ist.

Fast überall in Berlin gab es spontane Freudenkundgebungen. Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Menschen ausgelassen auf den Straßen, daß die Schließung von Berlin-Tegel zumindest für einige Jahre abgewendet werden konnte. Nur am Kurt-Schumacher-Platz in Berlin-Reinickendorf herrschte eine leicht gedrückte Stimmung.

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