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buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

20.04.2009: Schüttelstöckchen: Keep Yourself Alive

Schon vor einer Weile habe ich bei cimddwc ein Musikstöckchen entdeckt, das ich ganz spannend finde.

Hier sind die Regeln:

  1. Put your iTunes, Windows Media Player, etc. on shuffle.
  2. For each question, press the next button to get your answer.
  3. You must write that song name down no matter how silly it sounds.
  4. Tag whoever you want including me.
  5. Title this note with the name of the last song in the sequence.

Na, dann wollen wir mal. Ich werde meinen iPod einfach jedes Mal schütteln, um den nächsten Titel zu bekommen.

If someone asks ‘are you okay’ you say…?
„Guildo hat Euch lieb“ (Guildo Horn) – das geht ja schon mal gut los
How would you describe yourself?
“She loved like diamond” (Spandau Ballet)
What do you dream about?
“Fly on the wings of love” (The Olsen Brothers)
How do you feel today?
“Sultans of swing” (Dire Straits) – na gut, dessen muß man sich jedenfalls nicht schämen (bei den Antworten bisher bin ich da nicht so sicher)
What do you look for in a guy/girl?
“City rhythm” (Shakatak) – abgesehen davon, daß ich, glücklich verheiratet, mädchenmäßig gut versorgt bin, ist da was dran; eine Frau ohne Großstadtrhythmus wäre für mich sicher wirklich schwierig
What is your life’s purpose?
“Never let me go” (Aretha Franklin)
What’s your motto?
“She makes me quiver” (Stephen Duffy) – ich muß definitiv mal meinen iPod aufräumen, was ist denn da für eine seltsame Mucke drauf?
What do your friends think of you?
“Toys” (Spandau Ballet)
What do your parents think of you?
“Who said I would?” (Phil Collins)
What do you think about very often?
“The shoop shoop song” (Cher) – ich hätte ja mit manchem gerechnet, aber an dieses Lied denke ich ganz bestimmt nicht besonders oft 🙂
What do you think about your first kiss?
“Keep it together” (Madonna) – was soll ich beim Küssen zusammenhalten, die Zähne oder was Anderes? 🙂
What do you think of your best friend?
“The masquerade is over” (Al Jarreau) – oh oh, das ist aber nicht sehr nett
What is your life story?
„Da kommt ein Tag“ (Ulla Meinecke) – na, das hätte schlimmer kommen können (nicht wahr, Andreas? 🙂 )
What do you want to be when you grow up?
„Die Tänzerin” (Ulla Meinecke) – ja genau, das paßt aber sowas von; ich muß aber mit einem anderen Ulla-Meinecke-Titel feststellen, daß ich dann wohl doch „zu fett fürs Ballett“ bin, leider

So, jetzt noch einmal schütteln für den Titel des Beitrags.

12.04.2009: Pro Reli oder Contra Reli?

Ihr Mitberliner unter meinen Lesern habt ja auch schon Euren Wahlwisch bekommen.

Wofür oder wogegen also stimmen?

Ich habe dazu meine eigene Meinung, die ich gerne mit Euch teile. Natürlich erwarte ich von Euch nicht, daß Ihr macht, was ich sage, sondern daß Ihr Euch Eure eigenen Gedanken macht.

Ich finde den Gedanken eines staatlich überwachten und religiös neutralen Ethikunterrichts cool. Obwohl ich so etwas in meiner eigenen Schulzeit nicht genießen durfte, gönne ich das allen neu heranwachsenden Generationen Berliner Schüler. Was ich definitiv nicht möchte, ist, daß ein religiös gefärbter Unterricht als Alternative — auch zeitlich — zum Ethikunterricht angeboten wird. Ich finde es doof, wenn Berliner Schulkinder wegen der Erwartungshaltung ihrer Eltern oder ihres sozialen Umfelds auf den Ethikunterricht verzichten müssen, nur um ihren indoktrinierenden Religionsunterricht genießen zu „dürfen“.

Ich bin deswegen definitiv bei Nein! dabei.

Was Ihr daraus macht, müßt Ihr selbst wissen.

12.04.2009: Frohe Ostern!

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in raue Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flor;
Aber die Sonne duldet kein Weißes:
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt’s im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sich nur, sich! wie behänd sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit‘ und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!

28.03.2009: ein Spielzeughaus

„Ding-dong“ sagt die Türklingel. Der Hermes-Bote ist da und drückt mir ein kleines Päckchen in die Hand. Drin ist eine Tüte mit – nein, nicht Lego, sieht zwar fast genauso aus, ist aber offenbar ein billigeres Nachahmerprodukt. Ein Online-Wohnungssuchportal aus Magdeburg schenkt mir ein Haus. Ein kleines zwar nur, und selbst zusammenbauen muß ich es auch noch, aber immerhin.

Danke! Was mache ich jetzt damit? Meinem Neffen schenken?

23.03.2009: Beratungsresistenz und Ignoranz auf Ministerinnenebene

Familienministerin Ursula von der Leyen möchte auf Biegen und Brechen die Sperrung von kinderpornographischen Angeboten im von Deutschland aus nutzbaren Internet durchsetzen.

Warum gibt sich die Frau für einen derart durchsichtigen Etikettenschwindel her? Klar, wer Ahnung von der Materie hat, meldet sich zu Wort und sagt laut, daß das nicht funktionieren wird. Ungetrübt von jeglicher Sachkenntnis tut die Ministerin das als „Nebelkerzen“ ab.

Die wahre Gefahr liegt aber, wie meistens, ganz woanders. Sobald überhaupt erst einmal Sperrlisten kursieren, wie ineffektiv sie auch sein mögen, werden sehr schnell Begehrlichkeiten geweckt, diese auch anders zu nutzen. Solche Tendenzen gibt es ja beispielsweise auch bei den Datengräbern „Autobahnmaut“ und „Vorratsdatenspeicherung“. Kinderporno schickt man vor, weil das eben was richtig Ekliges ist, für das niemand die Stimme erheben mag. Und die Ministerin läßt sich willig vor diesen Karren spannen. Wenn wir die Sperrlisten erst mal haben, sind bald auch Urheberrechtsverletzer, Bombenbauanleitungsveröffentlicher, Glücksspielanbieter, die Opposition und die regierungskritische Presse dran. Und wir Blogger natürlich. Und alle, die was gegen Schäuble haben, sowieso.

Dann möchte ich doch lieber, daß auch der Zugang zu Kinderpornos nicht gesperrt werden kann. Auch wenn ich Kinderpornos auch scheiße finde.

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