zum Hauptinhalt

buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

07.07.2006: Ich bin doch noch normal.

Die Einsicht ereilte mich während des ersten Halbfinales. Eigentlich ist mir das hier alles scheißegal.

Ich saß in Köln-Deutz im Biergarten eines mexikanischen Lokals, konnte von meinem Platz vielleicht die linken zwei Drittel des Bildes auf der Leinwand erkennen, und der halbe Liter Weizen kostete 4,20 €. Und da ereilte mich die Erkenntnis: Das bringt's nicht. Also fix in der Halbzeitpause bezahlt und ab ins Hotelzimmer. Den Rest des Spieles einschließlich Verlängerung habe ich dann mit einem Auge auf dem Zimmerfernseher betrachtet und mit dem anderen Auge Mails beantwortet.

Die Piccolo in der Minibar blieb unangetastet. Ihr wißt,warum.

07.07.2006: Nachruf auf ein deutsches Wort

Was genau ist eigentlich dem guten alten Wort „wecken“ widerfahren?

Es erscheint so unschuldig und klar, seine Bedeutung offensichtlich, sein Platz in der deutschen Sprache unangreifbar. Und doch ist es bedroht wie eine Tierart auf der Roten Liste.

Denn allenthalben hört und liest man stattdessen das Wort „wach machen“. Mir ist komplett unklar, wie das kommt; ich kann keinen Vorteil in der Verwendung dieses Wortungetüms erkennen. Aber alleine heute abend habe ich im Fernsehen zweimal „wach machen“ gehört, wo „wecken“ angemessen gewesen wäre.

Was ist das Geheimnis? Weiß das jemand?

01.07.2006: Telefonieren während der Fahrt

Das soll ja angeblich so gefährlich sein, wie betrunken zu fahren, sagt eine amerikanische Studie, und die Meldung taucht allerorten in Blogs und Tickern auf.

Daß es keine gute Idee ist, bei der Fahrt ein Telefon ans Ohr zu pressen, dürfte jedem einleuchten: Eine Hand ist dauerhaft gebunden. Das kann nicht gut sein. (Ähnliches gilt natürlich für das Rauchen bei der Fahrt, das meiner Meinung auch verboten sein sollte. Aber Rauchen sollte ja generell verboten sein …)

Ich frage mich nun aber, inwiefern mich ein Gespräch mit der Freisprechanlage mehr ablenken soll als ein Gespräch mit einem tatsächlich anwesenden Gesprächspartner in Form meines Beifahrers. Immerhin verleitet die Freisprechanlage – anders als der Beifahrer – nicht dazu, den Blick gelegentlich von der Straße zu nehmen.

Wird demnächst auch noch Reden während der Fahrt verboten? Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen! auch im PKW?

25.06.2006: …schland

Ich verstehe das auch nicht. Eigentlich mache ich mir doch gar nichts aus Fußball.

Aber plötzlich saßen wir dann doch mit im Garten, bei herrlichem Wetter, haben mitgegrillt, mitgetrunken und uns mit den Nachbarn zusammen das Spiel Deutschland gegen Schweden auf der Leinwand angesehen. (Und ich bin nicht alleine mit solch seltsamem Verhalten.) Ich habe mir sogar ein Lei in den deutschen Nationalfarben umgehängt. Und ich habe mich gefreut, daß die Deutschen verdient gewonnen haben.

Hätte ich nie für möglich gehalten.

23.06.2006: Die Welt zu Gast bei … SWR3

Also das finde ich einen Super-Service: Der Südwestdeutsche Rundfunk strahlt Verkehrsmeldungen in den Sprachen der Länder aus, die Stuttgart spielen.

Ich habe das nicht einfach im Web gefunden, sondern tatsächlich live im Programm von SWR3 gehört: die Verkehrslage in Stuttgart, passend zum Spiel Australien gegen Kroatien, in englischer und kroatischer Sprache. Eine Superidee, wie ich finde. Da wird das offizielle Motto der WM mal richtig ernst genommen.

« zurückweiter »