zum Hauptinhalt

buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

Sprache

07.11.2006: Ein neues Wort

Gerade auf Golem gelesen: „Offliner“.

Faszinierend ist nicht so sehr das Wort selbst, sondern daß es dafür jetzt überhaupt ein eigenes Wort geben muß. Menschen, die nicht im Internet sind, sind auf dem Wege, eine Randgruppe zu werden.

Andererseits zweifle ich nicht daran, daß das stimmt. Man muß nur mal darauf achten, in wie vielen Werbespots mittlerweile für weitere Informationen auf eine Webadresse verwiesen wird. Früher wäre es eine Telefonnummer gewesen. (Gut, das gibt es schon auch noch.) Wer keinen Internetanschluß hat, ist als Konsument offenbar nicht mehr interessant.

Gibt es eigentlich auch ein Wort für Menschen ohne (Mobil-)Telefon? Die sind doch mindestens genauso eine Randgruppe wie die Offliner.

13.10.2006: Paraskavedekatriaphobie

Es ist doch Wahnsinn, wofür es alles Fachbegriffe gibt. Und nein, es handelt sich nicht um eine krankhafte Furcht vor langen, schwer auszusprechenden und noch schwerer zu merkenden Fremdwörtern. (Gibt's dafür auch so ein schönes Wort?)

Nein, vielmehr handelt es sich um die krankhafte Furcht vor Freitagen, die auf einen Dreizehnten fallen. Also so einem Tag wie heute. Und wie vielerorts bereits festgestellt wurde, ist heute sogar ein besonderer Freitag, der 13.: Die Quersumme des Datums ist ebenfalls 13. Das hatten wir in diesem Jahr schon einmal (am 13. Januar), aber davor zuletzt im Jahre 1520.

Obwohl ich nicht behaupten möchte, ganz und völlig frei von Aberglaube zu sein (das ist wahrscheinlich niemand), empfinde ich die Dreizehn als eine meiner Glückszahlen und habe deswegen vor dem heutigen Tag auch überhaupt keine Angst. 🙂

29.07.2006: Das Blog

Nun ist es offiziell: Es heißt das Blog. Der Blog ist zwar auch richtig, aber damit kann ich leben 🙂 .

Was die Jungs und Mädels beim Duden sich da sonst noch haben einfallen lassen, läßt einen aber dann doch den Kopf schütteln.

Was soll denn bitte „voipen“ sein? Okay, die Frage ist rhetorisch, natürlich weiß ich, was das sein soll. Aber benutzt dieses Wort jemand? Hat das schon mal jemand in freier Wildbahn gehört? Also ich nicht. „Skypen“, das Wort kenne ich. Aber „voipen“ doch nicht …

Und „Auflaufkinder“? Ich bitte Euch, dafür braucht man doch wohl kein Wort …

Was mich ein wenig beruhigt: Meldungen aus der Blogosphäre:

… und viele andere.

07.07.2006: Nachruf auf ein deutsches Wort

Was genau ist eigentlich dem guten alten Wort „wecken“ widerfahren?

Es erscheint so unschuldig und klar, seine Bedeutung offensichtlich, sein Platz in der deutschen Sprache unangreifbar. Und doch ist es bedroht wie eine Tierart auf der Roten Liste.

Denn allenthalben hört und liest man stattdessen das Wort „wach machen“. Mir ist komplett unklar, wie das kommt; ich kann keinen Vorteil in der Verwendung dieses Wortungetüms erkennen. Aber alleine heute abend habe ich im Fernsehen zweimal „wach machen“ gehört, wo „wecken“ angemessen gewesen wäre.

Was ist das Geheimnis? Weiß das jemand?

« zurück