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buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

03.12.2008: Guck mal, wer da guckt!

Angeregt durch die blogZicke teste ich jetzt auch mal die neue Analysesoftware Piwik. Mit Google Analytics kann ich mich ja nicht anfreunden, weil ich nicht weiß, wo meine (und Eure) Daten landen und was damit geschieht, aber da ich Piwik auf meinem eigenen Server betreibe, habe ich die volle Kontrolle und weiß, daß kein Schindluder getrieben wird.

30.11.2008: ¡Muchas gracias!

Auch dieses Jahr möchte ich unseren Sommer-Urlaub (wenn man das noch so nennen darf) mit einem herzlichen Dank an unsere cubanischen Gastgeber beschließen. Wir haben mehr oder weniger den ganzen November lang das ganze Land mit dem Mietwagen bereist, von Viñales im Westen bis nach Baracoa im Osten der Insel.

Und, was bleibt? Offenbar fühlen sich manche Menschen unmittelbar nach einem Cuba-Urlaub unsterblich zu dieser Insel hingezogen. Das können wir leider (?) nicht nachvollziehen. Es war schön, wir haben viele Dinge erlebt, ich möchte die Erfahrungen nicht missen. Aber wiederkommen? Klar, gerne, irgendwann. Aber die nächste Fernreise geht sicher woanders hin.

14.11.2008: im Schleichtempo durch die Stadt

Vor vielen Jahren wurde in Berlin mal beschlossen, den Durchgangsverkehr von Wohnvierteln fernzuhalten und auf den Durchgangsstraßen zu konzentrieren. Dazu wurden Wohnstraßen flächendeckend zu Tempo-30-Zonen, und in der Folge lohnte es sich in vielen Fällen einfach nicht mehr, eien Abkürzung durch Wohnstraßen zu nehmen, und der Verkehr konzentrierte sich wunschgemäß auf den Hauptverkehrsstraßen.

Seit einiger Zeit greift nun aber eine neue Unsitte um sich: Durchgangsstraßen nachts (von 22 bis 6 Uhr) auf 30 km/h zu limitieren. Was soll das denn bitte? Wer an einer Durchgangsstraße lebt, weiß das; und ich habe auch arge Zweifel, daß es tatsächlich merkbar leiser wird durch die neuen Schilder. Wozu haben wir denn vor Jahren die Tempo-30-Zonen eingeführt? Plötzlich ist der Schleichweg durchs Wohngebiet doch wieder attraktiv, ausgerechnet nachts. Oder sind diese oft nur kurzen und nach schwer nachvollziehbaren Kriterien ausgewiesenen Langsamfahrstellen eigentlich nur eine Möglichkeit, nächtliche Autofahrer, die mit derlei Schikanen nicht rechnen, abzukassieren?

Wir werden es nicht erfahren. Aber es nervt gewaltig.

31.10.2008: Na gut. Dann nicht.

Ich streife jetzt bewußt die Trauer über die eklatanteste Fehlentscheidung der Berliner Landespolitik seit Urzeiten ab und schreibe wieder über Banales. Den Blick nach vorne zu richten gehört zu den definierenden Tugenden des Berliners; also: Weitermachen!

Seit ein paar Jahren schon schleicht sich bei uns in Deutschland nach dem Valentinstag ein weiterer aus den Vereinigten Staaten importierter Kommerzfeiertag ein: Halloween. Und ich gebe es ja zu: Ich werde da schwach, wenn Horden marodierender Kinder und Jugendlicher an unsere Tür klopfen und „Süßes, sonst gibt’s Saures!“ fordern, möchte ich vorbereitet sein. Also haben wir für ein paar Euro Süßkram eingekauft und waren so ab dreiviertel Sieben bereit für Überfälle. Für einen Doppelverdienerhaushalt ist das ziemlich früh. Nun gut, es ist Freitag … sonst sind wir oft eher erst um acht zuhause.

Und? Nix. Keiner. Niemand. Kein Klingeln, gar nichts. Nun steht das Zeug hier rum.

Liebe Halloween-Geister: Ihr müßt dann schon auch mal kommen, wenn ich es weiterhin durchhalten soll, etwas Süßes für Euch bereitzuhalten.

Ach ja: Ich als säkularisierter Protestant fand die Geschichte über den Heidenspaß sehr unterhaltsam. Viel Spaß damit!

31.10.2008: aus und vorbei

Hat alles nichts genützt; wo der schiere Starrsinn spricht, haben Argumente keine Chance. Berlin-Tempelhof ist kein Verkehrsflughafen mehr, nach 85 Jahren endet die Geschichte des ideal gelegenen Innenstadtflughafens und einmaligen Wettbewerbvorteils für Berlin.

Traurig, einfach nur traurig. Dazu kann man kaum mehr sagen.

Doch schon bald steht der nächste Kampf steht an. Vielleicht gelingt es ja, Berlin-Tegel zu retten. Ich kann mich an den Gedanken an ein Berlin ohne eigenen Flughafen einfach nicht gewöhnen. Schönefeld ist nicht Berlin.

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