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buntklicker.de

das Blog von Martin Ibert: Merkwürdiges, Banales und Persönliches aus Deutschlands einziger Stadt

03.10.2006: Früher oder später kriegen sie Euch …

… ich hoffe doch mal später. Oder noch besser gar nicht.

Ein geschätzter Bloggerkollege namens Majoran wurde von einer Abmahnung heimgesucht. Ich bin natürlich nicht drin in der Nummer, aber nach allem, was ich bisher weiß, hat er nicht mehr getan, als Bilder von den ach so modischen 2.0-Diensten vermittels der dort zu diesem Zweck angebotenen Mittel verlinkt.

Ein Ruck muß durch dieses Land gehen. Dringend. Um diesem Mißbrauch einen Riegel vorzuschieben.

Erstens muß ganz klar geregelt werden, daß die Inanspruchnahme rechtlichen Beistands bei einer ersten Kontaktaufnahme in Urheberrechtsfällen [fast] immer unverhältnismäßig ist – gerade Blogger reagieren da in der Regel sofort und in gewünschter Weise. Und zweitens müssen die Kosten für solchen Rechtsbeistand immer am Beschwerdeführer hängenbleiben – der sich dann sicher oft überlegen wird, ob es sich wirklich lohnt, selbst wenn der fraglicher Blogger wider Erwarten nicht sofort einlenken sollte.

Wer sich hartnäcking weigert, Urheberrechtsverletzungen aufzugeben, mag mit Iustitia Kontakt aufnehmen. Für alle anderen ist das definitiv ein zu großer Hammer für den fraglichen Nagel.

Nachtrag: Mario hat sich noch mal geäußert, das wollen wir nicht unter den Tisch fallen lassen. Auch bei node-0 findet sich Interessantes zum Thema. Dennoch – oder gerade deshalb – denke ich, daß hier mit unverhältnismäßigen Mitteln vorgegangen wird.

02.10.2006: Morgen Tag der Deutschen Einheit

Im Spreeblick-Podcast von heute stellt Johnny (bei 02:52) bezüglich der, wie soll mal sagen, Vollendung der Deutschen Einheit die Frage: „Wer hat geglaubt, daß das in kürzester Zeit zustandekommt?“.

Ich kann mich melden. Ich habe das geglaubt. Ehrlich. Daß es in fünf Jahren (das wäre dann also 1995 gewesen) egal sein wird, ob man aus Ost oder West kommt. Daß es keine nenneswerten Unterschiede mehr geben wird.

Ich habe mich damals wohl getäuscht. Tja. So ist das Leben.

24.09.2006: Abschied von Balkonien

Wir wohnen jetzt seit fast neun Jahren in dieser Wohnung. Und am Anfang habe ich unserem alten Balkon oft hinterhergetrauert.

Unsere vorherige Wohnung hatte keinen Balkon, sondern eine Loggia, überdacht, riesengroß, gefliest und nach Süden und Osten offen. Unsere „neue“ (so neu ist sie wie gesagt auch nicht mehr) Wohnung hat einen echten Balkon: keck streckt er seine gut drei Quadratmeter Fläche aus der Nordfaçade hinaus über den Bürgersteig. Und da wir im zweiten Stock wohnen und das über uns liegende Dachgeschoß eine Dachterrasse auf der Südseite hat, sehe ich über mir nur den Himmel.

Neben mir befindet sich eine Linde, ein Berliner Straßenbaum. Ich kann ihre Zweige und Blätter anfassen, ohne mich von meinem Stuhl zu erheben.

Will ich meine Loggia in Spandau wieder haben? Nein, ich glaube nicht. Ich mag unseren Balkon. Und ich mag unsere Linde.

Aber jetzt wird es Herbst. Zeit, Abschied zu nehmen.

24.09.2006: Winterfeldtmarkt: Doch noch geschafft!

Beinahe wäre dieser Super-Sommer zu Ende gegangen, ohne daß wir einmal auf dem Winterfeldtmarkt gewesen wären.

Dann haben wir es gestern doch noch geschafft. Und es ist doch jedes Mal wieder ein besonderer Genuß. Natürlich kann man auch anderswo in Berlin Lebensmittel kaufen. Gute und auch preiswerte, deswegen braucht man den weiten Weg nach Schöneberg nicht auf sich zu nehmen.

Aber die Athmosphäre ist eben doch anders. Auch das Publikum ist eine typisch Berliner Mischung: die Kiezansässigen, die jeden kennen; die Restberliner wie wir, die zwar ab und zu mal kommen, aber doch nicht oft genug, um wirklich vertraut zu sein; und natürlich die Touristen, die den Tip aus ihren Reiseführern haben.

Und wir haben schon die merkwürdigsten Sachen auf diesem Markt gekauft. Nicht nur Lebensmittel; das sowieso. Aber auch Socken, Gürtel, T-Shirts, Stifte, Tücher, Stofftiere, Ventiladapter, Mützen. Ihr seht schon: ein paar Euro mehr mitzubringen ist gleichzeitig ratsam und gefährlich.

Ein Fixpunkt für uns ist übrigens immer der Kaaswinkel-Stand. Ich bin eigentlich nicht so der Mega-Käse-Esser, aber die haben da wirklich immer sehr feine Sachen. Kompetente Beratung und ein Happen zum Probieren sind da sowieso inklusive.

21.09.2006: Breitband-Internet ist geil! Vor allem zum Sprachenlernen.

Glaubt Ihr nicht? Solltet Ihr aber. Wer Sprachen lernen will (so wie ich), für den ist das Internet heute schon ein Füllhorn. Wer einen Breitband-Internet-Anschluß hat (und da reichen schon ein paar hundert Kilobit/Sekunde), eine Flatrate und einen Rechner, mit dem man Internetfernsehen empfangen kann, der hat beim Sprachenlernen einen Riesenvorteil.

Und wer Sprachenlernen nicht erstrebenswert findet, dem kann – und will – ich nicht mehr helfen. Sprachen lernen ist der Beitrag, den jeder von uns leisten kann, um die Völkerverständigung voranzubringen.

Und was gibt es Besseres, als sich erst mal in seiner Lieblingssprache beschallen zu lassen? Schaut mal bei World Wide Internet Television vorbei, dort findet Ihr Fernsehen aus praktisch aller Herren Länder. Für lau, per Breitband-Internet, direkt zu Euch nach Hause.

Und wer wie ich eine Flatrate hat, der kann ja einfach mal was mitlaufen lassen, ohne wirklich zuzuhören; auch das trainiert das Ohr.

Mein derzeitiger Stand ist (1) eine Muttersprache, (2) eine Sprache verhandlungssicher, (3) eine Sprache in fortgeschrittenem Stadium und (4, 5) zwei Sprachen im Stadium der Grundkenntnisse. Und Eurer?

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